Fest der Colomela

Am Tag der Eröffnung des Symposiums – traditionsgemäß am ersten Augustsonntag – findet das Fest FESTA DELLA COLOMELA statt. Im Mittelpunkt des Festes steht ein Wettkampf, bei dem ein altes, ganz besonderes Handwerk zum Einsatz kommt, nämlich die Herstellung von Weinbergpfosten und Dachschindeln aus Holz – und alles per Hand!

  • Die Weinbergpfosten, bei uns "colomele" genannt, werden aus Lärchenholz angefertigt und wurden früher als Stützen in den Weinbergen verwendet. Mittlerweile werden sie mit Zementpfählen ersetzt. Sie waren circa 3 Meter lang und standen etwa 30 Jahre lang im Weinberg, um dann erneuert zu werden. Coredo war ein wichtiger Herstellungsort der "colomele", die dann in Mezzolombardo und Mezzocorona verkauft wurden.
  • Die Dachschindeln sind hingegen Dachpfannen aus Lärchenholz, die heute durch andere Materialien ersetzt werden. Früher waren sie aber von großer Bedeutung: Ihr Einsatz wurde von spezifischen Satzungen genau geregelt, mit Angabe der Anzahl und der Größe der Schindeln.

Auf dem Fest der Colomela treten verschiedene Mannschaften von Amateur- und Profiholzfällern gegeneinander an: Es gewinnt, wer am schnellsten die schönsten Weinbergpfosten und Dachschindeln herstellt.

An diesem Tag werden auch die sechs Künstler vorgestellt, die am Symposium teilnehmen, und das Symposium offiziell eröffnet.

Der siebte Künstler wird hingegen die Pfosten und Schindeln, die auf dem Fest der Colomela hergestellt werden, für sein Land Art-Werk verwenden.

Das Rahmenprogramm sieht an diesem Tag Spiele für Groß und Klein, viel Unterhaltung und natürlich kulinarische Köstlichkeiten vor.

«Die Colomele (Weinbergpfosten) sind ein Beispiel des Austausches zwischen Forst- und Landwirtschaft: Das gefällte Lärchenholz wird zu Pfosten umgewandelt und in den Weinberg gebracht, wo es die Rebe stützt, eines der wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte. Ebenso wurden die Dächer aus Holz gebaut und mit Schindeln geschützt»

«Das Leben hing von der kombinierten Verwendung von Produkten aus der Forst- und Landwirtschaft ab. Dies ist auch heute noch so, auch wenn nicht mehr in so auffallender Form. Diese Verknüpfung bindet auch die Seele der Menschen an ihre Umwelt und an die Produkte der Erde, mit voller Rücksicht auf die Natur und das Gebiet.»